Samuel Blaser

Samuel Blaser
Bild: Maria Jarzyna

Innovatives Posaunenspiel

Unter seinem Namen sind bereits mehrere Alben erschienen: Im Jahr 2013 veröffentlichte Samuel Blaser ‚A mirror to Machaut (Songlines Recordings) mit dem Pianisten Russ Lossing, Drew Gress am Bass und dem Schlagzeuger Gerald Cleaver. 2015 folgte das zweite Album ‚Spring Rain‘
Samuel ist bekannt als einer der elegantesten und progressivsten Posaunisten seiner Generation.

Seit seinem Debutalbum ‚7th Heaven‘ (Between the Lines) im Jahr 2007 hat sich Blaser unglaublich rasch weiterentwickelt von einem klassischen Hard Bopper Mitte Zwanzig zu einem innovativen und freien Musiker, Komponisten und Bandleader Anfang Dreißig. Sein großes improvisatorisches Talent brachte ihm Lob und Anerkennung ein von Magazinen wie Audiophile und Audition: ‚Er besetzt das Gebiet das Ambient/Free-Jazz mit einer Tiefe und Klarheit, die von musikalischen Reife zeugt, weit über seinen gut dreißig Lebensjahren.‘

Geboren in der Schweiz

Er wuchs auf in La Chaux.de-Fonds in der Schweiz. – einer kleinen, aber nicht ganz unbekannten Jazz-Metropole, die für einige Zeit auch Heimat der Amerikaner Sidney Bechet und Kenny Clark war. Blaser selbst hat viel Zeit in New York City verbracht und lebt jetzt in Berlin.

Bereits mit zwei Jahren begeisterte er sich beim Anblick einer Blaskapelle für die Posaune.
Er ist der zweite von drei Brüdern und nahm ab seinem neunten Lebensjahr Posaunenunterricht. ‚Ich war so klein, dass ich einen Rollkoffer für die schwere Posaune brauchte‘ erzählt Blaser. Zuhause hörte er alles von Schweizer Volksmusik über amerikanischen R&B und Jazz. Er machte schnelle Fortschritte und besuchte ab seinem 14. Lebensjahr das örtliche Konservatorium, das er sieben Jahre später abschloss. Während seiner Ausbildung erhielt er zahlreiche Preise sowohl im Jazz als auch im klassischen Bereich. Im Jahr 2000 wurde Blaser mit dem Benny Golson Preis ausgezeichnet.

Ausbildung in Europa und den USA

Er setzte seine Ausbildung fort und spielte mit dem Vienna Art Orchestra und der European Radio Big Band. Er erhielt ein Fullbright-Stipendium, das ihm weitere Studien in den Vereinigten Staaten am SUNY Purchase College Coservatory of Music ermöglichte. Es folgte der J.J.Johnson Prize sowie der Publikumspreis und der Preis der Jury beim Fribourg Jazz Festival 2006. Das beeindruckende improvisatorische Talent Blasers gründet sich auf seine herausragenden spielerischen Fähigkeiten, die für ihn das Mittel zum Erreichen seiner musikalischen Ziele sind.

Auf Tour mit mehreren Bands

Gemeinsam mit seinem ebenfalls hochtalentierten Quartett dehnt er die Grenzen des Jazz immer weiter aus und definiert das Genre im zweiten Jahrhundert seiner Existenz neu. Seine kompositorischen Fähigkeiten, sein improvisatorisches Talent und seine kooperativen Ansätze haben zu einigen bedeutenden musikalischen Verbindungen geführt: Seit langem arbeitet er mit dem Schweizer Perkussionisten Pierre Favre zusammen. 2013 war er auf Tournee in China mit dem Saxophonisten Michael Blake und dem Schlagzeuger Michael Sarin: Mit dem New Yorker Schlagzeuger Billy Mintz war er gemeinsam im Aufnahmestudio und auf der Bühne.

Er ist regelmäßig auf Tournee mit zwei Trios. In der einen Formation spielt er mit dem Gitarristen Marc Ducret und dem dänischen Schlagzeuger Peter Bruun. Zusätzlich ist gemeinsam mit dem französischen Pianisten Benoit Delbecq und dem amerikanischen Schlagzeuger Gerry Hemingway zu hören. Bis 2013 war er regelmäßig unterwegs mit seinem Quartett ‚Consort in Motion‘ – dort war er zu hören mit dem Pianisten Russ Lossing, dem belgischen Holzbläser Joachmi Badenhorst, dem Bassisten Drew Gress und dem Schlagzeuger Gerry Hemingway.

Samuel Blaser spielt
BB/F Tenorposaune XO1236RLO

Die Welt der Musik fasziniert mit immer wieder von neuem und die Reise mit meinem Instrument ist noch lange nicht beendet. Entdeckungen und die Verbreitung neuer Ideen – darum geht es. Ich bin der lebende Beweis dafür, dass eine glänzende Posaune einen Menschen ganz tief im Herzen berühren und sein Leben verändern kann